Frau Hedis Tanzkaffee

Über uns

Hamburg-St. Pauli, landungsbrücke 10, innenseite

Frau Hedis Tanzkaffee

Seit fast 20 Jahren ist Frau Hedis Tanzkaffee ein essentieller kultureller Bestandteil des Hamburger Hafens und sozusagen der subkulturelle Kontrapunkt zur staatskulturellen Elbphilharmonie, weshalb sie bei vielen Hamburgern auch als Elbvielharmonie der Herzen bekannt geworden ist.

Frau Hedis Tanzkaffee ist eine Barkasse mit Bar und DJs und Bands, die auf immer wechselnden Routen den Hafen bereist und zu jeder vollen Stunde an der Brücke 10 halt macht, damit die Gäste ein- und aussteigen können.​
Eigentlich ist sie ja mehrere Barkassen. Und eigentlich ist sie eine schwimmende Disco. Aber sie ist auch eine treibende Konzerthalle. Und ein Ort für Lesungen. Es gibt auch Spieleabende auf der Hedi. Und die verschiedensten Hamburger Clubs veranstalten Touren mit ihr. So ist sie auch ein Fenster zur Hamburger Clublandschaft. Zusammenfassend kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sie ein originäres und originelles Stück 
St. Pauli ist. 

Entstanden ist sie 2003 als Papa Hedi nach der Trennung vom Molotow (welches er mal gegründet hatte) verkatert an den Landungsbrücken flanierte und darüber nachdachte, wo er einen Clubraum herbekommen könnte. Da sah er die Hedi und empfand Liebe auf den ersten Blick. 

Alle Freunde wußten, dass das nur schief gehen konnte. Er hatte Erfahrung mit Pleiten (hatte in früheren Leben Nirvana und Björk nach Hamburg geholt und die verbrannten Überreste seines Plattenlabels gesehen) und so machte er sich freudig auf in den Untergang. 
18 Jahre später lässt dieser auf sich warten. Das liegt wohl auch daran, dass Hedis Gäste nett, der Eintritt günstig und die Getränke kalt sind. Und daran, dass der Hafen gern mit Hedi spielt und auf stündlich wechselnden Routen zu guter Musik seine Geheimnisse erzählt.

Inhalt

Frau Hedi und die sehr gute und auch schon legendäre Band „Boy Division“ im Hamburg Journal, 1.10.2021